Was wäre, wenn man eine alte Waschmaschine so umrüsten könnte, dass sie sparsamer, intelligenter und effizienter wäscht als je zuvor – ganz ohne Neugerät? Genau dieser Frage möchten wir in unserem Jugend forscht-Projekt nachgehen.
Unsere Idee: Ein speziell entwickelter, IP68-geschützter Datenlogger, der direkt in der Trommel mitwäscht und den gesamten Waschvorgang aufzeichnet. Mit diesen Daten könnten wir den Waschprozess im Detail analysieren – und daraus neue, optimierte Steuerungen entwickeln.
Wie der Datenlogger funktionieren würde
Der Logger müsste so kompakt und robust sein, dass er einfach zur Wäsche gelegt werden könnte – vollständig geschützt gegen Wasser, Schaum und mechanische Belastung. Er könnte mit verschiedenen Sensoren ausgestattet sein, zum Beispiel:
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Beschleunigungssensoren, um Bewegungen und Vibrationen zu erfassen
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Gyroskop, zur Analyse von Drehungen der Trommel
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Mikrofon, um Geräusche wie Wasserzulauf, Pumpen und Schleudern zu erkennen
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Zeitstempel, um die Dauer der einzelnen Waschphasen zu bestimmen
So entstünde ein präzises Bild vom Innenleben eines Waschvorgangs – aus der Perspektive der Wäsche selbst.
Was man mit diesen Daten machen könnte
Aus den gewonnenen Daten ließen sich zwei zentrale Ansätze ableiten:
1. Alte Waschmaschinen umrüsten
Mit Hilfe eines Arduino oder vergleichbarer Mikrocontroller-Technik ließe sich eine neue, intelligente Steuerung entwickeln, die gezielt auf Effizienz und Ressourcenschonung ausgerichtet wäre. Auf Basis realer Messdaten könnte man z. B.:
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unnötige Spülgänge vermeiden
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Wasser- und Energieverbrauch reduzieren
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Trommelbewegungen anpassen, um mechanische Belastung zu minimieren
So könnte eine herkömmliche Maschine zu einer "smarten", umweltfreundlichen Waschmaschine aufgerüstet werden – und das ohne große Kosten.
2. High-End-Maschinen weiter optimieren
Selbst moderne Waschmaschinen arbeiten nicht immer optimal. Mithilfe des Datenloggers könnten selbst kleinste Ineffizienzen erkannt und analysiert werden – etwa:
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zu lange oder überflüssige Waschphasen
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schlechte Drehmomentverteilung beim Schleudern
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lange Leerlaufzeiten zwischen einzelnen Programmabschnitten
Die Hersteller könnten so gezielt Firmware-Optimierungen vornehmen oder Updates anbieten, die den Waschvorgang noch nachhaltiger gestalten.
Weitere denkbare Anwendungen
Die Technologie ließe sich auch auf andere Geräte ausweiten, z. B. Trockner, Geschirrspüler oder sogar industrielle Reinigungsanlagen. Überall dort, wo bisher "blind" gewaschen wird, könnten präzise Messdaten helfen, Prozesse transparenter und effizienter zu machen.